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U Untereuerheim
Unterfranken · Bayern

Untereuerheim

Ortsteil von Grettstadt im Landkreis Schweinfurt, am rechten Ufer des Mains.

Rund 780 Einwohner. Der Ort liegt zwischen Schweinfurt und Haßfurt und ist seit dem 9. Jahrhundert urkundlich belegt.

Lage
Am Main
Einwohner
~ 780

Eins. Der Ort

Lage und Ortsbild.

Untereuerheim liegt nordöstlich von Grettstadt, zwischen Schweinfurt und Haßfurt, am rechten Ufer des Mains. Die Pfarrkirche St. Gallus steht in der Ortsmitte. In der nahen Lindenstraße zieht sich die Stufenlinde in mehreren Etagen, neben ihr eine Kreuzigungsgruppe von 1857.

Rund 780 Einwohner. Landwirtschaft, eine arbeitende Mühle und die Pfarrei prägen den Ort. Vom rechten Mainufer führt der Mainsteg hinüber nach Gädheim und Ottendorf im Landkreis Haßberge. Die Mainverbindung an dieser Stelle ist seit 1384 als Fähre urkundlich belegt.

Daten und Fakten

Auf einen Blick.

Die wichtigsten Eckdaten zu Untereuerheim.

Postleitzahl
97508
Vorwahl
09729
Kfz-Kennzeichen
SW
Koordinaten
50.0136° N, 10.3547° O
Höhe
223 m ü. NHN
Fläche (Gemarkung)
5,48 km²
Einwohner
786 (31. Dezember 2020)
Gemeinde
Grettstadt
Landkreis
Schweinfurt
Regierungsbezirk
Unterfranken
Bundesland
Bayern
Eingemeindung
1. Mai 1978
Erstmals erwähnt
um das Jahr 800
Pfarrei
St. Gallus, Bistum Würzburg
Mainsteg verbindet mit
Gädheim und Ottendorf
Vierteilige historische Ansichtskarte mit alten Aufnahmen von Untereuerheim.
Historische Ansichten von Untereuerheim.
Die Stufenlinde in der Lindenstraße in Untereuerheim, eine in mehreren Etagen gezogene Linde, daneben eine Kreuzigungsgruppe.
Stufenlinde in der Lindenstraße. Foto: baumkunde.de.

Zwei. Chronik

Stationen der Ortsgeschichte.

Daten vom frühen Mittelalter bis zur Eingemeindung 1978.

  1. um 800

    Erste Spur als "Uraheim"

    In den Urkundenbüchern der Klöster Fulda und St. Stephan in Würzburg taucht der Name "Uraheim" auf. Ober- und Untereuerheim sind zu dieser Zeit noch ein Ort.

  2. 1152

    Erste sichere Urkunde

    Eine Würzburger Urkunde nennt den Ort als "Ureheim". Eine ortsansässige Adelsfamilie benennt sich nach dem Ort.

  3. 1234

    Übergang an das Hochstift Würzburg

    König Heinrich VII. überträgt seine Rechte in Euerheim an den Würzburger Bischof Hermann I. von Lobdeburg. Im 13. Jahrhundert trennt sich der Name in Ober- und Untereuerheim.

  4. 1282

    Im Besitz des Klosters Ebrach

    Untereuerheim geht in den Besitz des Zisterzienserklosters Ebrach über. In den folgenden Jahrhunderten wechseln sich Ebrach, das Hochstift Würzburg und die Herren von Henneberg als Grundherren ab.

  5. 1320

    Erste Mühle urkundlich belegt

    Eine Mühle in Untereuerheim ist urkundlich belegt. Sie gehört dem Konvent von Maria Burghausen.

  6. 1585

    Die Pest und das Gelübde

    Eine Pestepidemie tötet 219 Einwohner zwischen Peter und Paul (29. Juni) und Martini (11. November). Zwei Tafeln an der Kirchhofmauer erinnern daran. Im Pestgelübde verpflichtet sich der Ort zur jährlichen Wallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria im Sand in Dettelbach. Die Wallfahrt wird bis heute gehalten.

    Die Mariensäule in Untereuerheim, ein Zeichen des marianischen Gelübdes.
  7. 1592

    Taufstein in St. Gallus

    Der Taufstein der Pfarrkirche St. Gallus trägt die Jahreszahl 1592. Der Kirchturm stammt aus der Zeit des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn.

    Innenraum der Pfarrkirche St. Gallus mit Hauptaltar, Seitenaltären und Kanzel.
  8. 16. Jh.

    Die Schlossmühle entsteht

    Die Schlossmühle, ursprünglich zum Schloss Obereuerheim gehörig, geht in Betrieb. Sie ist eine der ältesten arbeitenden Mühlen der Region und bis heute in Familienbetrieb.

  9. 1945

    Gründung des SV 1945 Untereuerheim

    Der Sportverein wird gegründet. Vereinsfarben rot und schwarz. Abteilungen für Fußball, Tischtennis und Gymnastik.

    Sportplatz des SV Untereuerheim mit Vereinsheim und Toranlage.
  10. 1978

    Eingemeindung nach Grettstadt

    Am 1. Mai 1978 wird Untereuerheim im Zuge der bayerischen Gebietsreform Ortsteil der Gemeinde Grettstadt. Zusammen mit Grettstadt, Obereuerheim und Dürrfeld.

Mehr zur Geschichte

Weiterlesen im Archiv

Grundherren, Baudenkmäler, die Schlossmühle, der Mainsteg und die Kuratiekirche St. Gallus im Detail.

Wallfahrtsziel

Die jährliche Wallfahrt zur Wallfahrtskirche Maria im Sand in Dettelbach wird bis heute gehalten.

Außenansicht der Wallfahrtskirche Maria im Sand in Dettelbach.
Innenraum der Wallfahrtskirche Maria im Sand mit barockem Hochaltar.